USA behalten sich Erstschlag im Cyberspace vor
4. Februar 2013, 18:01
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Quelle : Standard, Wien, Österreich, Online -ausgabe
Das Pentagon plante sein Abteilung für Cybersicherheit in den kommenden
Jahren von 900 auf 4.900 Mitarbeiter auszubauen
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US-Regierung erarbeitet Regeln für digitale Kriegsführung
Bei drohenden Cyberattacken auf die USA behält sich Washington nach
Informationen der "New York Times" das Recht auf einen digitalen
Erstschlag vor. Wie die Zeitung am Montag berichtete, gelten für
US-Geheimdienste fortan auch klare Regeln, um Computernetzwerke im
Ausland nach Anzeichen für mögliche Angriffe auf die USA zu durchsuchen.
Eine Schlüsselrolle bei der Überarbeitung des Regelwerks für
Cyberattacken spielte den Angaben zufolge der Anti-Terror-Berater von
Präsident Barack Obama, John Brennan. Brennan soll neuer Chef des
Auslandsgeheimdienstes CIA werden.
Die Abwehr kleinerer Attacken übernimmt das Heimatschutzministerium
Die neuen Regeln für die digitale Kriegsführung sehen laut "New York
Times" vor, dass das Verteidigungsministerium bei groß angelegten
Cyberangriffen auf die USA aktiv werden soll. Die Abwehr kleinerer
Attacken auf US-Unternehmen und US-Bürger fällt demnach in die
Zuständigkeit des Heimatschutzministeriums. Ein digitaler Erstschlag
könne nur direkt vom Präsidenten angeordnet werden, berichtete die "New
York Times" unter Berufung auf Regierungskreise.
4.900 Mitarbeiter
Obama hat der Zeitung zufolge erst einmal eine Cyberattacke gegen ein
anderes Land angeordnet, Ziel seien die Atomanlagen des Iran gewesen.
Die Angriffe mit Computer-Viren und anderen Schadprogrammen auf das
iranische Atomprogramm hätten schon unter Ex-Präsident George W. Bush
begonnen. Obama führte die Geheimaktion mit dem Codenamen "Olympische
Spiele" nach seinem Amtsantritt im Jänner 2009 fort. Der "Washington
Post" zufolge plant das Verteidigungsministerium, seine Abteilung für
Cybersicherheit in den kommenden Jahren von 900 auf 4.900 Mitarbeiter
auszubauen.(APA, 04.02. 2013)
New York Times