
Elon Musk verkauft schnelles Satelliteninternet um 500 Euro im Monat
BREITBAND
Elon Musk verkauft schnelles
Satelliteninternet um 500 Euro im Monat
Der Space-X-Dienst Starlink verspricht höhere
Bandbreiten und eine stabilere Verbindung ins All. Die Premium-Preise
sind allerdings enorm
2. Februar 2022, 16:35
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Elon Musks Satelliteninternet wird schneller,
aber noch teurer.
Foto: Starlink
Unter dem Namen Starlink bietet Elon Musks
Weltraumfirma Space X seit geraumer Zeit Satelliteninternet an. Bis
Mitte Jänner wurden bereits 2.000 Kleinsatelliten ins All geschossen,
etwa 1.500 davon sind bereits in Betrieb und versorgen die Erde mit
Breitband aus dem Weltraum. Wie der Space-X-Gründer und Tesla-Chef nun
ankündigte, wird der Dienst nun um eine Premium-Funktion erweitert, die
höhere Datenraten und eine bessere Verbindung auch bei Schlechtwetter
verspricht.
Starlink Premium verspricht bis zu 500 Mbps
Wer in den Genuss von 150 bis 500 Megabits
pro Sekunde (Mbps) beim Download und 20 bis 40 Mbps beim Upload kommen
will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Statt der jetzt
anfallenden 100 Dollar bzw. Euro kostet Starlink Premium nämlich 500
Dollar im Monat. Nachdem die Europreise bisher 1:1 umgelegt wurden, wird
das Highspeed-Internet aus dem All aller Voraussicht nach bei uns 500
Euro kosten. Dafür vormerken kann man sich in Österreich bisher noch
nicht, wie eine kurze Überprüfung des STANDARD ergeben hat.
Starlink high performance antenna
https://t.co/83kIQSNV3l
— Elon Musk (@elonmusk) February 2, 2022
Um das Satelliteninternet überhaupt nutzen zu
können, muss man allerdings auch eine spezielle Empfängerschüssel
installieren. Kostet diese beim Standardtarif einmalig 499 Euro, fallen
für die Premium-Hardware 2500 Dollar bzw. Euro an. Starlink zufolge
wolle man mit dem Dienst kleine Firmen, Geschäfte und "Super"-User auf
der ganzen Welt ansprechen. Für den stolzen Preis und die hohen Gebühren
bekommt man zumindest Support rund um die Uhr.
30.000 Satelliten als Ziel
Ob der Premium-Dienst auch in Europa bereits
ab dem zweiten Quartal freigeschaltet wird, ist fraglich. Der
entsprechende Link wurde zumindest zur Webseite hinzugefügt. In
Österreich etwa kann das Satelliteninternet von Starlink derzeit nur in
einigen Regionen gebucht werden. Eine Prüfung einiger Adressen in Wien
und Vorarlberg ergab lediglich, dass man sich vormerken kann. Im Grazer
Raum spuckte die Webseite hingegen aus, dass der Dienst bereits
verfügbar sei.
Aktuell darf Space X genau 4.408 Satelliten
in einem Orbit von etwa 550 Kilometern Höhe betreiben. Als
längerfristiges Ziel sind 30.000 Satelliten geplant, die aus dem
Weltraum die gesamte Erde mit Breitbandinternet versorgen sollen.
Vermarktet wird der Dienst derzeit so, dass er eher für entlegene
ländliche Gebiete gedacht ist, wo Glasfaser und selbst
Mobilfunkstationen Fehlanzeige sind. Das Projekt ist wie andere riesige
Satellitennetzwerke umstritten. (step, 2.2.2022)
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Links
Starlink
The Verge
https://www.derstandard.de/story/2000133051013/500-euro-pro-monatelon-musk-verkauft-schnelles-satelliteninternet-um