
EU beschließt eigenes Satellitensystem für sicheres Internet
EU beschließt eigenes Satellitensystem für sicheres Internet
Binnenmarktkommissar Breton feiert den "historischen" Schritt. Iris 2
soll 2,4 Milliarden Euro kosten und ab 2027 voll einsatzfähig sein
Was heißt "sicheres Internet" ?
EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sieht einen "historischen
Schritt".
Brüssel – Die EU will mit einem Satellitenverbund sichere Kommunikation
für Unternehmen und Bürger gewährleisten. Unterhändler des EU-Parlaments
und der Mitgliedsstaaten einigten sich am Donnerstagabend auf den Aufbau
einer sogenannten Satellitenkonstellation namens Iris 2 (Infrastructure
for Resilience, Interconnection and Security by Satellites). Dafür
sollen in den kommenden Jahren 2,4 Milliarden Euro aus dem EU-Budget
kommen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
"Das ist historisch!", schrieb der zuständige EU-Kommissar Thierry
Breton auf Twitter nach der Einigung. Die EU füge damit ihrer
strategischen Weltrauminfrastruktur eine dritte Komponente hinzu – zum
Satellitennavigationssystem Galileo und Kopernikus, welches zur
Erdbeobachtung eingesetzt wird.
This is historic! 🛰️🇪🇺
After Galileo and Copernicus, we are adding a 3rd constellation to our
EU portfolio of strategic space infrastructures.
Welcome to IRIS²
Europe's new “Infrastructure for Resilience, Interconnection & Security
by Satellites”https://t.co/ytotrCBXbz
— Thierry Breton (@ThierryBreton) November 17, 2022
"Dieses Programm ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr strategischer
Autonomie Europas", sagte die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler zu
dem neuen Programm. Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, dass die EU
bei der Satellitentelekommunikation bisher komplett von Drittstaaten
oder privaten Unternehmen abhängig sei. "Das heute beschlossene Programm
soll dies ändern", sagte Niebler.
Ab 2027 voll einsatzfähig
Iris soll vor allem die Widerstandsfähigkeit der EU-Systeme – auch zum
Schutz von kritischer Infrastruktur wie Energienetzen oder der
Gesundheitsversorgung – sowie den Zugang von Bürgern und Unternehmen zu
schnellem Internet sichern. Es sollen nicht nur in Europa Funklöcher
beim Highspeed-Internet gestopft werden, sondern die Anbindung soll auch
in strategischen Regionen wie Afrika und der Arktis ermöglicht werden.
Ab 2027 sollen die neuen Dienste voll einsatzfähig sein.
Die Einigung muss noch formell vom EU-Parlament und den Staaten
bestätigt werden, das gilt jedoch als Formsache. (APA, 17.11.2022)
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Internet
Binnenmarktkommissar Breton feiert den "historischen" Schritt. Iris 2
soll 2,4 Milliarden Euro kosten und ab 2027 voll einsatzfähig sein
EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sieht einen "historischen
Schritt".
Foto: EPA/THIERRY MONASSE
Brüssel – Die EU will mit einem Satellitenverbund sichere Kommunikation
für Unternehmen und Bürger gewährleisten. Unterhändler des EU-Parlaments
und der Mitgliedsstaaten einigten sich am Donnerstagabend auf den Aufbau
einer sogenannten Satellitenkonstellation namens Iris 2 (Infrastructure
for Resilience, Interconnection and Security by Satellites). Dafür
sollen in den kommenden Jahren 2,4 Milliarden Euro aus dem EU-Budget
kommen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
"Das ist historisch!", schrieb der zuständige EU-Kommissar Thierry
Breton auf Twitter nach der Einigung. Die EU füge damit ihrer
strategischen Weltrauminfrastruktur eine dritte Komponente hinzu – zum
Satellitennavigationssystem Galileo und Kopernikus, welches zur
Erdbeobachtung eingesetzt wird.
This is historic! 🛰️🇪🇺
After Galileo and Copernicus, we are adding a 3rd constellation to our
EU portfolio of strategic space infrastructures.
Welcome to IRIS²
Europe's new “Infrastructure for Resilience, Interconnection & Security
by Satellites”https://t.co/ytotrCBXbz
— Thierry Breton (@ThierryBreton) November 17, 2022
"Dieses Programm ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr strategischer
Autonomie Europas", sagte die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler zu
dem neuen Programm. Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt, dass die EU
bei der Satellitentelekommunikation bisher komplett von Drittstaaten
oder privaten Unternehmen abhängig sei. "Das heute beschlossene Programm
soll dies ändern", sagte Niebler.
Ab 2027 voll einsatzfähig
Iris soll vor allem die Widerstandsfähigkeit der EU-Systeme – auch zum
Schutz von kritischer Infrastruktur wie Energienetzen oder der
Gesundheitsversorgung – sowie den Zugang von Bürgern und Unternehmen zu
schnellem Internet sichern. Es sollen nicht nur in Europa Funklöcher
beim Highspeed-Internet gestopft werden, sondern die Anbindung soll auch
in strategischen Regionen wie Afrika und der Arktis ermöglicht werden.
Ab 2027 sollen die neuen Dienste voll einsatzfähig sein.
Die Einigung muss noch formell vom EU-Parlament und den Staaten
bestätigt werden, das gilt jedoch als Formsache. (APA, 17.11.2022)
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